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Unternehmer-Dialog zwischen Konrad Baumann und Bürgermeister Gregor Bühler

Im Gemeindeblatt der Gemeinde Sasbach und
der Ortschaft Obersasbach vom 08.07.2022 freuen wir uns auf unseren Dialog mit dem Sasbacher Bürgermeister Gregor Bühler.

 

Den kompletten Text finden Sie hier:

 

Unternehmer-Dialog
Blumen & Pflanzen Baumann
Seit 24 Jahren im Mättich – seit über 60 Jahren Sasbacher Familienbetrieb
– auch die nächste Generation wird die Tradition fortführen

Im Jahr 1998 wechselte der Standort der Gärtnerei Baumann innerhalb von Sasbach in das
Gewerbegebiet Mättich. In 2. Generation führt nun Konrad Baumann erfolgreich das
Unternehmen. Auf rund 1100 m2 Verkaufsfläche bestehend aus Warmhaus, Floristikbereich
und Freiverkauf sowie 2500 m2 Produktionsfläche in Form von Glas-, Folienhäusern und
Freilandfläche betreibt Herr Baumann, mit Unterstützung seiner Töchter und seinen
Mitarbeitern, den Betrieb.
Am 20.06.2022 fand ein neuer Unternehmer-Dialog mit Herrn Bürgermeister Gregor Bühler
und Konrad Baumann, Geschäftsführer der Gärtnerei Baumann, statt. Bei der Gelegenheit,
nutzten beide den persönlichen Austausch vor Ort, um aktuelle Themen, Anregungen und
Ideen anzusprechen.
Der Gärtnereibetrieb Baumann ist ein Betrieb im Gewerbegebiet Mättich. Er besteht aus 14
Mitarbeitern, wovon sechs Vollzeit beschäftigt sind. Geführt wird der Betrieb von Konrad
Baumann, Gärtnermeister, in der 2. Generation und bald schon in der Dritten.
Mit Leidenschaft berichtete Herr Baumann, während dem Gespräch, von seinem Alltag in der
Gärtnerei und kleinen Anekdoten aus dem laufenden Betrieb. Ebenfalls stellte er den Wandel
im Gärtner-Gewerbe von früher zu heute dar. So ist die Arbeit heute im Gärtnergewerbe eine
ganz andere als früher. Ein Beispiel hierfür ist, dass vor einiger Zeit zwei Höhepunkte im
Jahr, die Gärtnerei fast schon am Leben erhalten konnten – Pfingsten und Allerheiligen.
Zwischen diesen wichtigen Festtagen wurde sich dann um Nebensächliches gekümmert, wie
beispielsweise das Gemüse.
Heute ist dies wiederum ganz anders – der Betrieb läuft ganzjährig auf Hochtouren. Dies
auch weil sich die Ansprüche der Kunden über die Zeit geändert haben. „Die Nachfrage
bestimmt das Angebot“, so Herr Baumann. Ein passendes Beispiel hierfür erläuterte er
direkt: „Damals hatten wir beispielsweise zehn verschiedene Balkonpflanzen. Heute sind es
allein 22 verschiedene Sorten von Geranien!“
Lächelnd fügte er hinzu: „Die Wünsche der Kunden mit der Realität zu vereinbaren ist auch
nicht immer ganz einfach. So wurde ich auch schon gefragt, welche Blumen man empfehlen
kann, die möglichst zwei Wochen kein Wasser benötigen. Das geht natürlich nicht – Eine
Pflanze ist ja nichts Anderes als ein Lebewesen und wir Menschen würden auch nicht ohne
Wasser zwei Wochen überleben.“ Die Herausforderungen im Arbeitsalltag meistern er und
sein Team aber gerne und immer hilfsbereit. Seine Art die Dinge zu sehen, unterstreicht die
Leidenschaft, die er für seinen Beruf hat.
Schade findet er aber, dass es kaum noch ausgebildete Gärtner gibt. So kristallisierte sich im
Laufe des Gesprächs heraus, dass es nicht einfach ist geeignetes Personal zu finden.
Gregor Bühler stimmte ebenfalls zu, dass es schwer ist einen laufenden Betrieb ohne
geeignetes Personal zu führen. Herr Baumann bedauerte ein wenig, dass auch in der
Vergangenheit zu wenig Fachkräfte ausgebildet wurden und auch die Berufsschulklassen
nur rar besucht waren. „Die hohen Löhne in der Industrie sind klar verlockend, im Gegensatz
zu einer Ausbildung zum Gärtner“. Bürgermeister Gregor Bühler ergänzte: „Das ist der Fluch

und der Segen einer starken Wirtschaft.“ Beide waren sich einig, dass natürlich hieraus eine
Abhängigkeit vom globalen Markt entstehe, was auch Vor- sowie Nachteile mit sich bringen
kann.
Ebenfalls wurde selbstverständlich auch auf aktuelle Themen eingegangen. Die 60 Jahre
brachten, wie bereits beschrieben, Veränderungen in den Arbeitsalltag, darunter natürlich
auch Prozesse, die automatisiert werden. Interessant zu erfahren war, wie
Automatisierungen im Arbeitsalltag auch in der Gärtnerei zum Tragen kommen. Neben
Maschinen, die beim Setzen von Gemüsejungpflanzen und Salatsetzlingen entlasten,
unterstützt auch ein Klimacomputer den alltäglichen Betrieb. Auch die Bewässerungsanlage
läuft automatisch. Gefüllt wird diese unter anderem mit 100.000 Liter Wasser, welches auf
dem Grundstück in Tanks gesammelt wird. Ein kleiner Teil wird bei Bedarf von
Gemeindewasser aufgefüllt.
Die Unternehmensbesuche dienen jedoch nicht nur dazu den Betrieb genauer kennen zu
lernen, sondern auch um eine offene Kommunikation vor Ort zu schaffen. Primär steht hier
der offene und persönliche Austausch im Vordergrund. So erkundigt sich Bürgermeister
Gregor Bühler nach aktuellen Themen, Anliegen oder Wünsche an die Gemeinde Sasbach.
So erfuhr er, dass auch die aktuelle Situation in der Ukraine sich auf Gärtnereibetriebe
auswirkt: Beispielsweise sind Plastiktöpfe ein rares Gut in den Geschäften und neue
Bestellungen haben Lieferschwierigkeiten. Zum Glück hatte die Gärtnerei noch vorrätig,
sonst hätte sich schnell ein Nachteil daraus entwickelt.
Interessant ist es zu erfahren, wie sich die umliegenden Faktoren direkt auf Unternehmen
vor Ort auswirken können. Die verschiedenen Perspektivwechsel, die bei den Unternehmer-
Dialogen gesammelt werden, helfen das große Ganze zu verstehen. Umso wichtiger ist es,
einen regen Austausch zu schaffen und dies verteilt über alle Branchen.
Des Weiteren tauschten sich Herr Bühler und Herr Baumann über Wünsche und
Anregungen für die Zukunft aus. In diesem Zusammenhang eröffnete Herr Baumannn auch,
dass er in naher Zukunft das Unternehmen an seine Tochter abgeben wird. Floristmeisterin
Sabrina Kropp (geb. Baumann) übernimmt dann das Blumen & Pflanzen Geschäft im
Sasbacher Gewerbegebiet Mättich.
Durch die Übergabe an die nächste Generation und der damit verbundene Ausstieg von
Herrn Baumann wird es natürlich auch in Zukunft Umstrukturierungen im Betrieb selbst
geben. Diese stehen jedoch noch nicht fest. Herr Bürgermeister Bühler bedankte sich bei
Herrn Baumann für seine Offenheit und die ehrlichen Worte und erwähnt im gleichen Zug:
„Zum Glück handelt es sich um einen Familienbetrieb und die Nachfolge ist gesichert.“
Nach einem Rundgang durch den gesamten Betrieb verabschiedet sich Gregor Bühler von
Konrad Baumann: „Vielen Dank für Ihre Zeit. Es freut mich sehr, dass wir uns heute treffen
konnten, um persönlich miteinander zu sprechen.“ Er wies den Geschäftsführer der
Gärtnerei ebenfalls nochmals auf sein offenes Ohr hin und dass er auch in Zukunft gerne zur
Verfügung stehe. Auch Herr Baumann bedankte sich für den Besuch vor Ort.